TAG 1

Lenggries-Valepp-Brünnstein

HM 2219  T 5h 58min  A 11,8 km/h  M 44,7 km/h  D 70,4 km

Voller Schwung trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein in Wegscheid. Nach einem kurzen Frühstück, begann unsere Tour um 08.15 Uhr. Der Weg zur Röhrlmosalm wurde durch eine Prozession etwas verlängert. So entstand das erste Bild des Isartals erst nach beträchtlicher Anstrengung meinerseits. Ich war froh unser erstes Etappenziel erreicht zu haben. Noch spielten wir mit dem Gedanken das Rotwandhaus „mitzunehmen“, um unserem ersten Tag etwas sportliches zu geben. Wobei die Berechnungen bei etwa 1700 HM und ein wenig tragen lagen, was sich später als etwas zu optimistisch herausstellen sollte.

Der Weg hinab war bescheiden. Teilweise extrem ausgewaschen, dazu noch Wanderer auf dem Weg nach oben, so das nur stellenweise an fahren zu denken war.

Danach fuhren wir parallel zur Bundesstraße weiter bis nach Wildbadkreuth und von dort Richtung Erzherzog Johann Klause. Der Anstieg zur Baier Alm war relativ fad, also ehrlich gesagt fehlt er fast völlig in meiner Erinnerung, interessant wurde es erst beim Abstieg, als wir merkten, das wir nicht allein waren. Erst ging es einen Bach entlang hinunter, der Weg war auch nur bedingt fahrbar aufgrund der Wegschäden und der Bach führte etwas mehr Wasser als normal. Richtig lustig wurde es etwas später, als wir wieder mal, und das nicht zum letzten Mal an diesem Tag, unserer Rad tragen mußten.

Es ging steil bergab und wir hatten Gesellschaft von vier anderen MB auf dem Weg nach unten. Kurz bevor wir unten am Bach waren, kam nochmals eine Gruppe von sechs MB, die aber auf den Weg nach Oben waren.

Der Bachübergang war ebenfalls etwas abenteuerlich. Über eine schmale Brücke, eigentlich nur ein feuchter Baumstamm, zu gehen gehört eigentlich nicht zu meinen Standardübungen.

Die weitere Fahrt war nicht dramatisch, und so kamen wir nach der Brücke, landschaftlich sehr schön zur Erzherzog Johann Klause. Schnittpunkt von vier Moser Touren.

Nach dem wir uns mit Brezen und einer Apfelschorle gestärkt haben,  flohen wir von den Massen von MB, die immer mehr dort eintrafen, in Richtung Vallep.

Die Abfahrt war gespickt mit MB die im Weg waren. Landschaftlich eigentlich sehr schön aber einfach zuviel Betrieb. Dann eine positive Überraschung, wir trafen Vroni und ihre Nachbarn, die sich auf dem Weg nach oben befanden. Nach kurzem Ratsch über die Zufälle des Lebens, den Zustand des Weges und der Frage, warum wir noch nicht weiter waren, trennten sich unsere Wege wieder. Wir nach unten sie nach oben.

Kurz vor Vallep bogen wir rechts ab und fuhren um das Sonnwendjoch herum. Eine Tour die wir vor einigen Jahren schon mal gefahren waren. Zwischenzeitlich hatten wir das Rotwandhaus gestrichen, nachdem uns klar wurde das es zeitlich sonst sehr eng werden würde, na ja leichte Ermüdungserscheinungen stellten sich ebenfalls schon ein. Die Fahrt in der Klamm krönten wir mit einer Bachdurchquerung. Die mir bewusst machte, das meine Schuhe Belüftungsschlitze haben, es wurde nass. Nach einen kurzen Auffüllen der Wasservorräte ging es zum letzten Anstieg des Tages ins Nesseltal hinein.

Die Sonne schien großzügig vom Himmel und nach einem flachem Beginn, war klar warum wir keine anderen MB trafen. Über 20% Steigung und loses Geröll machten das Fahren teilweise unmöglich, so das wir wieder mal schieben mussten. Dann wurde wieder flacher und ein Singeltrail machten wieder Lust zu fahren, bis dieser in Stufen endete. Danach folgte wieder Schieben und Tragen von ca. einer Stunde.

 

Zwischendrin erzählte Markus, das der Streckenverlauf, nicht wie in meiner Vorstellung auf 1320 HM endete, sondern das wir zuerst auf 1430 HM hochfahren, dann auf 1290 runter um dann wieder auf 1320 HM hochzufahren.Endlich oben angekommen war ich etwas am Ende, so das die folgende Abfahrt auf einem Singletrail für mich zur Alptraumfahrt wurde. Ständig hatte ich das Gefühl die Kontrolle zu verlieren und zu Stürzen, das verlangsamte unsere Fahrt etwas.

Dann die letzten HM voller Schwung noch mal steil bergauf. Hurra geschafft, statt 1700 HM - 2220 HM das war Sport genug zum Anfangen.

Jetzt folgte die typische Radpflege und Körperpflege mit eiskaltem Wasser, das sehr langsam lief. Nach einem knappen Abendessen liessen wir den Abend mit Rotwein ausklingen.Wir unterhielten uns mit einem paar Bergwanderer, die sich köstlich über unseren nächsten Tag amüsierten. Schöne Grüße wenn ihr das hier vielleicht lest, und ihr hattet nicht ganz unrecht. Der nächste Tag war der Anstrengendste.

 

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