TAG 2

Brünnstein-Kufstein-Kaiser-Fellhorn

Hm 2316 (700schieben/tragen)  T 5h 58min  A 10,9   M 106km/h????  D 64,9km

Nach einem ausgiebigen und gutem Frühstück und dem Bezahlen der Zeche von 31 Euro, machten wir uns wieder auf den Weg. Diesmal hatte ich meinen Sattel deutlich runtergestellt und so konnte ich fast normal, das heißt auch mal etwas schneller wo runterfahren. Am Ende der Abfahrt mußten wir das erste Mal an diesem Tag zum Werkzeug greifen. Mein Flaschenhalter hatte sich gelöst. Markus hatte zwischendrin bemerkt, das er seine Flasche liegengelassen hatte. 300 HM umsonst zurückgefahren Nein!

Wir fuhren nach Kufstein. Dort blieben wir kurz stehen um eine Flasche zu kaufen und Geld zu holen. Mir wurde langsam richtig schlecht, was sich noch verstärken sollte.

Kurz darauf hatten wir den Eingang ins Kaisertal gefunden. Das bedeutete erstmal 360 Stufen, mehr tragen als schieben um dann noch mal 10 min steil bergauf zu Fahren. Jetzt folgte eine an sich beschauliche Fahrt. Die erst zum Ende hin wieder richtig anstrengend wurde. Zu meinem Glück dauerte der technisch anspruchsvolle Teil nur wenige Minuten. So das ich bis zum Franz Berger Haus wieder zu Markus aufschließen konnte. Dort angekommen gab es Apfelschorle für mich und Kaffee für Markus.

Mein Magen funktionierte langsam wieder besser, was sich als notwendig herausstellen sollte. Die Bewirtung war nett und schnell, bis auf die Köchin, die sich über den Versuch Wasser zu holen sauber aufgeregte hat. Danach bekamen wir auf die Frage, ob der Fahrweg noch weiter führt, ein deutliches Nein zu hören.

Nun für jeden der diesen Weg fahren möchte, sie hat leider gelogen, man kann noch ca 60 HM weiterfahren. Aber was solls, so begannen wir bei 960 HM zu schieben. Zuerst die gute Nachricht, mann muß kaum Tragen. Die schlechte Nachricht, es reichte voll und ganz den steilen Weg hochzuschieben. Alle 100 HM mußten wir eine kleine Pause machen, sehr zur Belustigung der Wanderer die uns entgegenkamen. Nach ca. einer Stunde und fünfzehn Minuten waren wir dann doch oben angelangt. Pünktlich hatte es etwas zugezogen. Trotzdem war die Aussicht am Stripsenjochhaus noch beeindruckend. So das wir richtig Mittag machten. Nach 40 Minuten, Kaiserschmarn und Suppe, machten wir uns weiter auf den steilen Weg nach unten.

 

Wieder einmal zeigte sich meine mangelnde Risikobereitschaft auf dem Geröllteil so, das ich schieben mußte. Im weiteren Verlauf wurde der Weg schlechter. Aber dann zum Schluß dann endlich sehr gut fahrbar. Weiter ging es etwa 25 Km auf Teer, natürlich mit Gegenwind, bis nach Erpfendorf. Dort stellten wir dann fest, das das Straubinger Haus und die Eggenalm ein und das selbe waren. Ok jetzt noch entspannt 950 HM hochfahren und das Tagesziel ist erreicht. Na ja, eigentlich war das wie der Blomberg (mein Hausberg) nur ein bischen länger, aber es macht einen kleinen Unterschied ob man schon einige Stunden unterwegs ist oder frisch beginnt.

So mußten wir einige Pausen einlegen. Nicht nur um Wasser nachzufüllen, sondern auch um überhaupt weiterfahren zu können. Nach unser dritten Pause wollten wir gerade die letzten 100 HM in Angriff nehmen als der Markus plötzlich einen Platten hatte. Was sich dann abspielte sollte sich bitte nie mehr wiederholen!

Zuerst wechselten wir den Schlauch selbstverständlich hatte ich einen Neuen dabei. OK ich muß zugeben das ich ihn von einen Radgeschäft kaufte, das inzwischen in Konkurs gegangen ist. Aber das ist noch kein ausreichender Grund, das sich bei einem neuen Schlauch nicht nur das Ventil als defekt erwies, sondern auch noch der Reifen selbst derart durchlöchert war, das wir gar keinen Druck hineinbrachten. Na gut dann ging es ans Flicken. Mit vereinten Kräften fanden wir das Loch am anderen Reifen. Jetzt das gute Aldi Süd Flickzeug und die Pannenserie ging weiter. Erst nach massivem Gewalteinsatz (Topeak sei Dank) konnten wir die Vulkanisierlösung öffnen. Mittlerweile war es 18 Uhr, windig und kalt, die ersten Regentropfen fielen auf uns.

Aber wir setzten unseren Weg fort und 15 Minuten später kamen wir an unser Ziel. Dem von außen sehr schönen Straubinger Haus an. Ich hoffte inständig das sich meine Vorurteile gegen die österreichische Gastronomie nicht schon wieder bestätigen aber.....

Zuerst wurden wir mit „Da müßt es warten begrüßt“, dann auf die Frage ob unsere Vorbestellung erfolgreich war „Des mag scho sei aber der derwo des normal macht is ned da und nachat weiß i ned ob mir an Platz haben“ als das nach einiger Zeit geklärt war. Mußten wir schnell unser Abendessen bestellen, weil ja dann die Küche zu macht. Bei der nächsten Frage, ob bei der Renovierung der Hütte eine Dusche eingebaut wurde, bekamen wir ein stolzes „Ja“ mit der Einschränkung das diese nicht von Tagesgästen benutzt werden darf. Nachdem ich ihr vorschlug eine Extrazahlung zu leisten, durfte ich mir einen Kurzvortrag über die notwendige Konsequenz gegenüber Gästen anhören.

Das Essen war in Ordnung, dafür waren die Preise hoch und der Wirt war sehr geschäftstüchtig. Leider hat auch diese Hütte keinen Trockenraum. 

Ales in allem wurden meine Vorurteile wieder ein mal bestätigt

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