Tag 4

Hirschbichl-Ramsau-Kühron-Berchtesgaden

Nach einer unruhigen Nacht begann unser letzter Tag mit einem grandiosen Sonnenaufgang. Leider mußte ich feststellen das meine Beine über Nacht einen Großteil ihrer Feinkoordinationsmöglichkeiten eingebüßt hatten. Diese Hütte machte bisher die große Ausnahme in der Österreichischen Gastronomie. Guter Service, faire Preise also weiterzuempfehlen. Nach einem guten Frühstück wollte wir aufbrechen, aber leider war ich fünf Minuten in der Toilette eingesperrt. Aber auch das konnte uns nicht aufhalten.

                 

Endlich Felsen, Sonne und die Welt war in Ordnung. Bis nach Ramsau rollten wir mehr oder weniger entspannt hinab. Dann wurde es noch mal interessant, der Anstieg zur Kühronhütte war auf dem Moser Führer mit 20 Prozent angegeben, was vergessen wurde, waren die Holzschwellen. Die teilweise das Fahren unmöglich machten. Nach etwa 100 Metern war es dann bis obenhin fahrbar, zwar ein bisschen steil und es wurde endlich auch mal richtig warm. Oben angekommen fuhren wir weiter bis zur Archenkanzel, ein wunderschöner Blick über den Königssee bot sich uns. Leider waren einige „zu viele“ Menschen dort. So das wir schnell zur Kühronhütte weiterfuhren. Nach kurzer Rast machten wir uns auf den Weg zum See hinab. Leider mussten wir erstmal wieder einige HM hinauf fahren, was meine gute Laune etwas dämpfte. Der folgende Weg ist vermutlich unter Normalzuständen schon schlecht zu befahren aber nach den schweren Regenfällen der vergangenen Woche eher mehr eine Schiebe- bzw. Tragestrecke. Aber was soll's wir waren es ja schon gewöhnt. Nachdem wir endlich wieder fahren konnten, kam uns prompt bei der 20 % Abfahrt ein Bergwachtfahrzeug entgegen, na um die Fahrt interessanter zu gestalten. Dann endlich der Königssee, etwa tausend Touristen sprangen uns in den Weg, ein echter Schock.

                   

Schnell ein paar Bilder gemacht und dann die Flucht nach Berchtesgaden. Der Bahnhof war leicht zu finden. Ein geöffneter Schalter leider nicht. Erst nach einiger Zeit fanden wir ein Schild das uns auf 14 Uhr verwies. Schräg gegenüber sah Markus dann eine Pizzeria, wo wir uns dann den Bauch vollschlugen. Sehr zu empfehlen. Nach einem kurzen Abstecher in die Stadt konnten wir in unseren Bummelzug einsteigen. Wir mussten noch zweimal umsteigen, uns über einige Hobbyradfahrer ärgern, und kamen dann in Bad Tölz an. Wo unsere Tour für mich endete.

Alles in allem muss ich sagen, das wir zwar nur 7600 HM unterwegs waren, aber die sportliche Anstrengung voll und ganz reichte.

Wir freuen uns beide schon auf nächstes Jahr auf die nächste Fahrt.

 

                                 

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