Tag 1

T 8h  A 18km/h  D 145,9 km HM 2933 M 65 km/h  

 

As Sauwetter kimmt

15. August  2004 Sechs Uhr Früh. Nach 3 Monaten Dürre öffneten sich die Tore des Himmels und eine Regenflut ergoss sich über uns. Na ja, ganz so theatralisch war der Beginn unseres Alpencross dann doch nicht, dennoch wurde es ein verregneter Vormittag. Die Sintflut veranlasste uns in Vorderriss zu der Entscheidung, nicht über’s Karwendelhaus zu biken. Ce la vie, wir traten eingehüllt in unserer Notfallregenkleidung von Wallgau nach Scharnitz. Verdammt, wer hat den Weg  so kupiert angelegt. Sage und schreibe, es waren 640 HM bis Scharnitz.

 

As Sauwetter is do bei der Gaisalm                                               

Via Bodenstrecke ging's nach Leutasch, die Hohe Munde lag vor uns und der Weg ins Gaistal war leicht zu finden. Das Sch...wetter begleitete uns noch bis zur Ehrwalder Alm und lies die prachtvolle Landschaft nur nebulös erscheinen.

 

 

Ehrwalder Alm, Hurra! Der Gedanke an eine warme Stube, ein leckeres Mittagessen und die Aussicht auf sonnige Abschnitte, hellten unsere Stimmung auf. Es gab Kaspresssuppe, eine kleine Unterhaltung mit einem Transalpler aus Lech und danach brachen wir gestärkt nach Ehrwald auf. Normalerweise hatte ich die Fernpasspassage als leichte Etappe eingeplant. Denkste! Die erste Vorahnung überkam mich, als durch das Ösi-MTB Schild, die vor uns liegende Strecke schwarz, sprich als schwer deklariert wurde. So war's dann auch. Kurze, steile, geröllübersäte Schotterrampen, bis hinauf zur Passhöhe.

 

                         Fernpass mit Zugspitze

Weiter unten entschieden wir uns auf die Fernpassstrasse auszuweichen. Unten angekommen, bekam ich einen kleinen Schock beim Blick auf  meine Tachodaten . Jetzt schon 2300 HM und 102KM! Dies traute ich mir Peter gar nicht zu sagen, da unser geplantes Tagesziel noch weit weg war. Durchs Gurgeltal, über die Via Claudia, radelten wir nach Imst. Ach ja, inzwischen schien die Sonne, was das ganze zwar angenehmer, aber auch schweißtreibender gestaltete!

 

 

Im steten Auf und Ab fuhren wir nach Sauters. Sauters, das ein Abkürzungstip eines Hiesigen war, kostete uns eine zusätzliche 200HM Einlage. Langsam kam die Phase, wo "Flasche leer." Ich sah mich schon erschöpft neben der Strasse liegen. Um 18.30 erreichten wir nach 2933HM, 145,9KM und einer reinen Fahrzeit von 8h, vollkommen ausgepowert unser Ziel.

Das Gasthaus Stern ist uneingeschränkt empfehlenswert. Mit Entsetzen reagierte die Wirtin, als wir ihr unser morgiges Ziel, die Similaunhütte nannten. Körperpflege, Kleiderpflege und viel Augenpflege, beendeten unseren ersten, deftigen Tag.

 

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