Tag 2

T 6.59h  A 10,0 km/h   D 68,8km  HM 2592   M 46,3km

Von wegen Sonne, nach einen Superfrühstück radelten wir um 7.45 los. Der Ötztaltrail glich eher dem Isarradlweg. Immerhin, wir haben mit einigem auf und ab 700HM bis Sölden zusammengebracht. Zu meinem Leidwesen, fing mein  rechtes Knie an zu schmerzen. Der Schmerz wurde  mit jedem Tritt in die Pedale schlimmer. Gedanken des Aufgebens überkamen mich. Doch seltsamerweise, als die Strecke steiler bergan führte, hörten zum Glück die Schmerzen auf. Peter legte ein irres Tempo nach Vent vor, so dass wir eine Stunde vor dem Zeitplan dort ankamen. Kurz gerastet, ging's auf grob verblocktem und anfangs steilem Weg zur Martin-Busch-Hütte weiter.

                                     

Einprägsame Hochgebirgseindrücke wechselten sich mit steilen Rampen ab. Höhenlinie 2350! Es war so weit, ich war bereit für die letzte Ölung. Nie und nimmer dachte ich, werden wir unserer Ziel, die Similaunhütte erreichen. Mit letzten Kräften schleppten und zerrten wir uns zur Martin-Busch-Hütte. Dort stellte ich fest, dass eine Tasse Kaffee und ein Apfelstrudel wahre Wunder wirken können. Ich bekam meinen zweiten Frühling!

 

Peter und ich starteten um 15.37 Uhr gen Similaun. Zugute kam uns das erstmal gemählich dahin ging. Man konnte bald die Similaunhütte und die darumliegenden Gletscher sehen. Wir beschlossen die alte 100HM Taktik anzuwenden. Das heisst alle 100HM Pause.

 

 

Sturzbachquerungen, Gletscherblicke und zunehmende Steilheit, waren unsere Begleiter. Um 17.00Uhr war's dann soweit, Gletscherberührung! Nie im Leben dachte ich, das der Gletscher so glatt ist. Peter landete unsanft auf dem Hosenboden. Die nächsten 150HM kamen mir vor, als ob ich bergauf Schlittschuh laufe, aber ohne Schlittschuhe! Wie es der Brauch  verlangt, kam das Schlimmste zum Schluss.10min lang, mussten wir unser Bikes  ultrasteil bergauf tragen. 18.15 Uhr geschafft!! Ich wusste nicht, ob  ich vor Ankunftsfreude lachen, oder vor Erschöpfung kotzen  soll. Die Similaunhütte war brechend voll, aber für diese Höhenlage mit gutem Komfort ausgestattet. Eine leider etwas fade Tischgesellschaft langweilte mich. Vielleicht finden sich ja doch noch nette, unterhaltsame Mädels?

 

Nach oben Tag 3