Tag 3

T 7.15h  A 11,1 km/h   D 65,9km  HM 2259   M 71,5km/h

Was für eine Nacht, habe kaum geschlafen. Aber wenn ich gewusst hätte, was der heutige Tag bringt, währ ich wohl im Bett geblieben! Von wegen Traumsingletrail. 1h bergab schieben! Zum Vernagtstausee kann man höchstens die letzten 300HM fahren und das nur mit vollem, körperlichen Einsatz.

 

 

 

Vollkommen verausgabt kamen wir gegen 9.30 Uhr am Stausee an. Erholsam war die Fahrt durch das Schnalstal ins Vinschgau. Dummerweise verirrte sich eine Wespe in mein T-Shirt und stach erbarmungslos zweimal zu. Mit knapp 70 Sachen ein prekäres Erlebnis. Im Vinschgau hatten wir subtropisches Klima, heiß, heiß und nochmals heiß. I hate it. Nun hieß es wieder Hirn ausschalten und aufwärt's durch das ganze Martelltal. Trotz unserer 100HM Taktik ging's an die Substanz. Immer beieindruckender entwickelte sich die Landschaft. Wenn man die Ötztaler als Hochgebirge bezeichnen kann, stell ich mir so den Himalaja vor.

 

 

Ankunft um 15.30Uhr an der geschichtsträchtigen Zufallhütte (Hitler-Mosullini Treffen). Eine phantastische Hochebene mit Cevedale und Königsspitze vor uns, gepaart mit tosenden Gletscherbächen und pfeifenden Winden. Eindrucksvoller geht's nimmer. Irgendwie wirkte diese Stimmung in meiner physischen Ausgelaugtheit bedrohlich auf mich. Wir schafften tragend-schiebend die letzten 300HM zum Marteller-Haus. Hier sahen wir sie dann, - die "Furkelscharte". Peter hatte seit der gestrigen Gletscherbegehung dermaßen viel Respekt vor Gletschern, das er, so glaubte ich, hier nicht überqueren will. Dazu kam, dass 2 Wanderer uns erzählten, den Gletscher sollte man wegen der Spalten derzeit meiden. Jedenfalls ist das Essen  auf dem Marteller Haus gut und reichlich. Leider waren wir die einzigen Übernachtungsgäste. Für die Nachtruhe war's O.K.

 

                                                    

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