Tag 4

T 3h52min + ca 3,5h Schieben/Tragen  A 12,4 km/h   D 48km  HM 1412   M 52,4 km/h

Auferstanden aus Ruinen, das heisst heute morgen geht's mir gut und das Wetter passt auch. Dazu noch die passende Antwort vom Hüttenwirt, auf die Frage ob wir die Furkelscharte wagen sollten, mit: "Probiern kennt's as ja". Mit soviel Zuspruch ausgestattet starten wir gegen 8.00  die Gletschertour.

Es gibt Augenblicke im Leben, die prägen sich ein. Dazu gehören der erste Sex, Hochzeit, Niederkunft und bei mir dieser Tag der Furkelschartenbegehung. Z.B. die erste Gletscherspalte, die zugleich der Zustieg zum Gletscher war. Dummerweise war es eine etwas erhöhte Eiswand mit einer Spalte im Hintergrund. Wir bewältigten die Situation, in dem ich mein Rad als Kletterhilfe benutzte. Peter sicherte ich mit seinen Tragegurt. Nach dem wir Beide die Spalte überquert hatten,  zog ich mein MTB mit meinen Expander nach oben. Ich betete, das der Gummizug die Belastung aushält und mein Rad nicht seitwärts in der Gletscherspalte verschwindet würde.

 

 

Das Begehen eines Gletschers, könnte man mit jonglieren roher Eier vergleichen, nur die Eier waren in diesem Fall wir. Peter und ich hatten weder Steigeisen, noch Grödeln mit dabei. (Gewicht sparen gell). Wir mussten die querfliesenden Wasserrinnen ausnützen, um aufwärts zu kommen. Nach kurzer Zeit hatten wir darin Übung und der Aufstieg  gelang uns ganz passabel. Das ganze hatte Ähnlichkeit mit einen Computerspiel, je weiter der Level, desto schwieriger wurde es. Unser nächster Level bestand darin, dass vor unserem Ziel, der Furkelscharte, immer wieder größere Felsbrocken auf den Gletscher niedergingen.

                                           

Um das Ganze noch zu Toppen, war dieses Steinschlaggebiet, die einzige Möglichkeit die Randspalten zu umgehen. Die letzte Randspalte wurde zur Nagelprobe. Ein großer Stein lag quer über der Spalte. Auf diesen mussten wir uns stellen, sodann wurden die Räder hinüberhantiert. Links und Rechts vom Stein, ging's 10m in die Tiefe. Geschafft, noch 30HM extrem vor uns, die MTB zur Scharte gehievt und wir waren oben. Vor uns lag das Val die Sole, hinter uns lag der Cevedale. Wir schoben unsere Räder zum Rifugio Larcher auf 2608 HM. Ich war noch so aufgewühlt, das ich mir erst mal für 4€ ein Bier gönnte. Danach ging's  Abwärts nach Diamaro. Erst auf Singletrail, dann auf Grobasphalt. Diamaro-Madonna ist eine Forststrassenautobahn. Also Hirn ausschalten u..... Madonna ist  ein mondäner Ort und teuer. 49€ Übernachtung mit Frühstück, viel preiswerter ging's nicht.

 

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